Loslassen oder festhalten – warum tickt du so?

loslassen

Warum ist loslassen so schwer? Und wozu überhaupt?
Achtung trigger!

In der letzten Session haben wir uns nochmal dem Thema Loslassen angenommen (hier findest du die Live Session ) und dabei vor allem eines festgestellt: natürlich fällt uns das Loslassen schwer – egal von Positivem oder von Leid – aber einer der Hauptgründe dafür ist: die meisten wissen gar nicht, WOFÜR sie etwas loslassen sollen.

Vorab also nochmal (dazu gerne auch 2 vergangene Artikel lesen, diese findest du hier: Vertrauen und loslassen  und hier: Kampf loslassen  und den passenden Podcast zum Thema loslassen findest du hier: Podcast.

Warum halten wir oft an Dingen und Menschen fest, obwohl wir wissen, dass es uns nicht guttut? Ganz einfach: Unser Gehirn liebt Gewohnheiten! Es fühlt sich sicher an, auch wenn die Situation uns nicht glücklich macht. Wir haben Angst vor dem Unbekannten und dem Gefühl, zu versagen, wenn wir loslassen. Und manchmal hängen wir emotional an der „guten alten Zeit“, obwohl diese längst vorbei ist.

Außerdem macht es uns das Ego schwer – es will nicht verlieren. Wir denken: „Vielleicht wird’s ja wieder gut.“ Doch manchmal ist das Loslassen genau der Schritt, der uns wirklich weiterbringt.

Und jetzt kommen 2 Bereiche, die manchmal besonders schwer sind:

Wo willst du hin und wer willst du sein?

  • Was ist der Nutzen des Loslassen? Das Ziel? Die Freiheit?
  • bist du klar in deinem Leben?
  • weißt du wirklich, was du willst?

Und wenn du das weißt, erlaubst du es dir auch wirklich?

  • Bist du bereit, diesen Weg mutig zu gehen?
  • Bereit die Konsequenzen zu tragen?
  • Bereit dich genau so zu zeigen, auch auf die Gefahr hin, dass andere es anders sehen könnten?
  • Glaubst du überhaupt daran, dass das geht und sein darf?

Lass dich auf die Fragen ein! Und vor allem – scheue nicht davor zurück, dies in jedem Lebensbereich zu machen. Denn die Komfortzone kann auch sein, einen Lebensbereich komplett auszublenden (habe ich viele Jahre gemacht – und jetzt braucht es Mut!!)

Und wo wir schon beim Loslassen sind, noch ein paar Gedanken …

Kennst du das Lied „so leicht so schwer“ von Tonbandgerät?
Der Song hat mich gerade so richtig geflasht. Aus mehreren Gründen.

Auch ich erinnere mich gerne an meine Jugend zurück, natürlich frage auch ich mich, wo die Zeit manchmal geblieben ist. Möchte ich wieder 20 sein? Nein, natürlich nicht, aber dennoch ist es faszinierend zu sehen, was ich in den letzten Jahrzehnten getan hat, wie nah diese Zeit doch ist und irgendwie irgendwie auch weit weg.
Gleichzeitig beschäftigt es mich, weil der Song auch im Momente geht, die man das letzte Mal erlebt hat, ohne zu wissen, dass es das letzte Mal war.

Als Mutter denke ich sehr häufig über solche Momente nach, was war der letzte Moment, als du dein Kind noch aus dem Bett zum Tisch tragen konntest, hast du ihn bewusst wahrgenommen? Als du ihn zuletzt schlafend aus dem Auto getragen hast nach oben? Faszinierende Momente, die einfach so vorbeigehen, ohne dass du es merkst und erst später feststellst, dass diese Momente nicht mehr wiederkommen können.

Sage ich das mit Melancholie meiner Stimme? Vielleicht, ein bisschen zumindest. Denn ja auch Ich denke gerne an schöne Erinnerungen zurück. Sie bleiben ja im Herzen.

Aber ich habe gelernt, dass alles kommt und alles geht, dass alles, was wir festhalten nur zu einem Kampf führt, das aber alles, was wir loslassen zu neuen Chancen führt.
Immer wieder !

Wie siehst du das?

Deine Simone

PS: Wenn du direkt durchstarten möchtest und deine Strukturen, die dich von einem gesunden Nein abhalten, auflösen möchtest, dann melde dich doch bei mir zu einem kostenlosen Beratungsgespräch: www.simonejanak.de/

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