Kommunikation – ich rede und werde nicht verstanden, warum? 3 Tipps für deine Kommunikation

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Kommunikation – ich möchte gehört werden, gesehen und verstanden

Im letzten Artikel ging es schon los – ich habe über Kommunikation gesprochen (schau dir gerne noch den Blog Artikel dazu ). Denn wenn wir NÄHE, und zwar gesunde Nähe, in unseren Beziehungen möchten, dann ist es wichtig zu reden. Und es gibt kein Thema, bei dem es sooooooo viele Missverständnisse, Probleme und Herausforderungen gibt, und genau deswegen kümmern wir uns darum! Heute mit 3 Tipps für deine Kommunikation!

Das Senden und Empfangen, Prozess der Kommunikation

An sich klingt das banal, aber es hat natürlich einige Tücken, denn was so gesendet und was empfangen wird, hat viele Variablen darin, die wir uns anschauen dürfen.

Senden und Empfangen

• Mindestens zwei Personen werden für einen Austausch benötigt.
• Die sendende Person verpackt ihre Nachricht in ein Signal (meistens Sprache) und die empfangende Person interpretiert das Gesagte „bestmöglich“.

Empfangen: Du betrittst quasi die Welt deines Gegenübers. Du stellst Fragen, sammelst Infos, hörst die Worte, beobachtest Gestik, Mimik, Senden: Du willst das dein Gegenüber dich und/oder dein „Thema“ versteht. Du teilst z.B. eine wichtige Erfahrung mit und das so, dass er die Chance hat, es zu verstehen.

Das Senden und Empfangen kann Verbal oder non verbal sein und unterscheidet sich dabei auch noch in der Art der Kommunikation, also um das „um was geht es“?
• Sachebene : Rational – Verbal
• Beziehungsebene: Emotional – non verbal

Die lnhaltsebene, auch Sachebene, bezieht sich auf Fakten oder Handlungen.
Beispiel: Eine Frau sagt zu ihrem Mann: Könntest du bitte die Tasse in die Spülmaschine räumen? Die Inhaltsebene bedeutet hier: Die Tasse steht noch draußen, gehört aber in die Spülmaschine.
Auf der Beziehungsebene schwingt eine Menge unserer Erfahrungen mit. Sie wird beeinflusst von Vertrauen, emotionaler Nähe und Werten,  Vorurteilen, Ängsten,…und macht die eigentliche Wirkung der zwischenmenschlichen Kommunikation aus. Was also könnte das bei der Tasse bedeuten? Ich denke dir dämmert es schon!

Daher gleich konkret die Frage an dich:

  • Was sind deine Herausforderungen?
  • Wo siehst du generell die Herausforderungen beim Senden und Empfangen?
  • Was sind deine Erfahrungen in deinen Beziehungen mit dem Senden und Empfangen?

Und du wirst sehen, immer wenn du sendest, dann sendest du eine Menge mit – bewusst oder unbewusst.

Was sende ich eigentlich alles?

Es ist ja wirklich wahr, wir interpretieren permanent, beim Auspacken der Botschaft (Empfangen) hören wir Dinge, die da gar nicht gesagt wurden und wir senden Sachen mit, die wir eigentlich gar nicht senden wollten, oder etwa doch?

Was kann denn alles so gesendet werden?
Dazu gibt es viele Modelle, ich möchte dazu eines exemplarisch herauspicken für euch, da es sehr schön die verschiedenen Ebenen zeigt, die da mit hinein spielen. Wenn du mehr zum Thema Kommunikation erfahren möchtest, dann schau dir gerne meine bestehenden Workshops an – oder du möchtest es gleich ganz wissen und startest durch mit der Ausbildung zum Potential Coach im April 2023!

Ich beziehe mich jetzt hier auf das 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun. Er geht davon aus, dass jede kommunikative Nachricht verschiedene Ebenen enthält, die da gesendet werden. Er definiert 4 Ebenen, was wir so alles senden:

Sachinhalt: Fakten und objektive Informationen

Selbstoffenbarung: was die Nachricht über den Sender aussagt. Emotionen, Werte und Meinungen, die hinter der offensichtlichen Information stehen. Die Selbstoffenbarung ist dem Sender häufig gar nicht bewusst.

Beziehung: Diese Ebene vermittelt dem Empfänger, wie der Sender zu ihm steht.

Appell: Hier geht es um das, wozu der Empfänger veranlasst werden soll.

Wenn du das jetzt mal liest, was fällt dir auf?

  • Verstehst du was es bedeutet? Also erkennst du manche Ebenen wieder in deiner Kommunikation?
  • Welche Ebene sendest du denn sehr oft mit und ist das absichtlich oder nicht?
  • Was empfängst du häufig?
  • Was macht das nun mit dir?

Und was nun tun? 3 Tipps für deine bessere Kommunikation!

  1. Sei dir bewusst, dass du deine Energie immer mit sendest, mit allem, was da gerade dabei ist. Halte inne und entscheide, ob du gerade „klar“ genug bist, um die sachliche Information zu senden ohne zu viel Beimaterial.
  2. Sei KLAR und KURZ in deiner Botschaft, und nein das ist nicht gleichbedeutend mit unhöflich, sondern erhöht die Chance auf weniger Interpretation
  3. Empfange die Botschaft als Fakt und lasse die Interpretation weg, falls du doch interpretierst, frag dich: Hat er/sie das wirklich gesagt?

Deine Popotreterin mit Herz

Simone

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